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9. Juli 2021

Pensamientos y sentimientos - Gedanken und Gefühle


 

Mal raus aus Gießen.

Ich muss mal raus. Es ist nicht so, dass ich hier gar nicht wieder hin will, aber ich brauche einfach mal eine Pause. Das letzte Jahr hier war viel mit alleine in der WG hocken verbunden, was ich jetzt, wo wieder mehr möglich ist, merke. Mit nur einem normalen Semester (und drei Semestern online) fehlt mir hier doch ein bisschen der Anschluss. Ich bin mir sicher, dass Sevilla und das unter die Leute kommen dort, mir hier helfen werden, wieder offener und kommunikativer auf Leute zuzugehen. Wahrscheinlich kann ich Gießen auch wieder viel mehr wertschätzen, wenn ich einige Monate mal nicht dort war (so ähnlich ging es mir auch in Neuseeland mit der Heimat).

Kurzer Stopp daheim.

Außerdem freue ich mich einfach mega doll auf den August in der Heimat. Auch wenn ich noch einiges vorhabe, ist meine Base erst einmal bei meiner Familie und meinen ältesten Freundinnen. Die habe ich alle die letzten Monate so wenig gesehen und möchte den Sommer noch einmal so richtig mit ihnen genießen und schöne Momente erleben. Da ich nun einmal nicht so die WhatsApperin bin, bin ich gespannt, wieder mit allen reden und mich austauschen zu können. 

 

Kein Bock auf „normales“ Semester.

Noch ein Grund, weshalb ich mich so unglaublich auf Sevilla freue, ist der Location-Wechsel und die Abwechslung allgemein. Schließlich bin ich jetzt seit fast 2 Jahren in Gießen, da muss mal was Neues her, damit es nicht langweilig wird. Und wenn ich dann nächstes Jahr wiederkomme, gibt es hier wieder eine Menge Dinge zu erleben und unternehmen. Jetzt gerade ist einfach ein bisschen die Luft raus. 

Mit der beginnenden Klausurenphase tue ich mich gerade auch sehr schwer. Zwar hatte ich in meinem vier Semestern Uni noch nie eine entspanntere Prüfungszeit (schließlich sind es nur drei Klausuren, und zwei davon sind sogar online!), aber irgendwie komme ich nicht so voran, wie ich das gern hätte. Naja, ein paar Wochen noch, dann ist dieses Semester auch erledigt und hoffentlich alles ganz gut bestanden.

Corona? Nicht drüber nachdenken.

Ganz hinten, in einer gut versteckten Ecke meines Kopfes macht sich manchmal (besonders an schlechten Tagen) eine Angst breit, die ich aber mit aller Kraft zurückzudrängen versuche: Was, wenn Corona mir einen Strich durch die Rechnung macht? Ja genau, „was wenn“. Ich weiß es nämlich nicht und werde es auch nicht vorhersagen können, weil das niemand kann. Dementsprechend versuche ich diesen Gedanken keinen Raum zu geben und mir die Vorfreude, die mich momentan in allem antreibt, nicht nehmen zu lassen. Challenge accepted!

Der Post war eigentlich schon fertig, aber hier ein kleines Update dazu: Gerade in diesem Moment fällt mir das C-Thema sehr schwer, weil ganz Spanien heute zum Risikogebiet erklärt wurde. Aber ich versuche mich wirklich nicht auf die negativen Gedanken fokussieren. Die Unsicherheit macht mich aber trotzdem einfach fertig...

 

 

10. März 2019

Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich


Heute bin ich ein bisschen sauer geworden. So wütend, dass mir die Tränen in die Augen gestiegen sind. Und traurig.
Ganz kurz, wovon spreche ich gerade eigentlich?

Momentan befinde ich mich am Franz Josef Gletscher an der Westküste der Südinsel. Der erste Eindruck war absolut atemberaubend. Mitten im Tal, von Bergen und eben Gletschern umgeben. Selbst die Wolken, die Neuseelands höchsten Berg leider etwas verdeckten, konnten dem nichts abtun.

Voll Wanderlust bin ich natürlich direkt in meine Wanderschuhe gestiegen und machte mich auf dem Weg zum Parkplatz, von dem quasi alle Wanderwege starten. Die Aussicht war trotz Wolken super, aber wirklich genießen konnte ich den Weg nicht. Mindestens alle zehn Minuten schwirrte ein Helikopter über mir herum, immer und immer wieder. Am Fußgängerweg waren einige Informationsschilder angebracht, die auf das Schmelzen der Gletscher hinwiesen, anhand von Fotos zeigten, wie sich die Gletscherzunge in wenigen Jahrzehnten drastisch zurückgezogen hat. Und dann konnte ich den Gedanken einfach nicht mehr verdrängen, wie widersprüchlich das doch eigentlich ist:

Zitat aus meinem Reisetagebuch, in dem ich, als ich wieder im Hostel war, einmal meinen ganzen Frust abladen musste: "Es kann ja wohl nicht sein, dass die Gletscher geschützt werden sollen und alle über das Schmelzen traurig sind, dann aber wieder alle zehn Minuten ein Heli über einem hinwegfliegt [...] Da schau ich mir den Gletscher doch lieber "nur" von unten an und gebe dafür meinen Kindern usw. die Chance, das ebenfalls zu tun".
Na klar, auch ich bin nicht perfekt (schließlich bin ich mal eben 22h an das andere Ende der Welt geflogen und war auch schon Skydiven), aber was hier passiert, finde ich schon fast lächerlich. Ich will damit ja auch gar keinen verletzen, aber sobald man ein bisschen darüber nachdenkt, wird einem dieser Widerspruch schnell klar. Sind es diese paar Stunden mit tausenden Fotos wirklich wert?

Was ich rückblickend betrachtet auch echt verrückt finde, ist, wie diese Helikopterflüge (meist verbunden mit kleinen Wanderungen auf dem Gletscher) oft beworben werden: "Jo, die Gletscher sind bald weggeschmolzen, also nutzt die Chance und schaut euch den mal mit dem Heli an" (mal ganz übertrieben formuliert). Wie kann man das als Neuseeländer mit gutem Gewissen machen?
 
So, das war jetzt mal ein sehr impulsiver und spontaner Post, der einfach aus mir "rausgesprudelt" ist. Das sind meine rohen Empfindungen ohne jeglichen Filter, also fühlt euch nicht verletzt, ich möchte niemanden angreifen, sondern darauf aufmerksam machen, so manche touristische Ziele kritisch zu hinterfragen und nicht einfach alles mitzumachen. Am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie die eigene Reise gestaltet werden soll. Niemand muss direkt auf jegliches Fliegen etc. verzichten, aber auch scheinbar kleine Dinge können einen großen Einfluss haben. Selbst, wenn diese Entscheidungen nur dein Umfeld zum Nachdenken anregen, ist schon etwas geschafft!
Hin und wieder reicht aus einfach schon, dem Ratschlag zu folgen: Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich. Dem kann ich vor allem hier in Neuseeland nur zustimmen.



12. Februar 2019

FOMO beim Reisen

Schon mal etwas von diesem Begriff gehört? Falls nicht, hier die Definition:

[Fear of missing out] beschreibt die zwanghafte Sorge, eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu bleiben. (Quelle:Wikipedia)

Meist wird er im Social Media-Bereich genutzt. Die Angst, etwas zu verpassen, wenn man mal für ein paar Tage offline und nicht direkt erreichbar ist.
Doch darüber schreibe ich jetzt nicht, ich thematisiere dieses unangenehme Gefühl im Bezug zum Reisen, auch wenn Instagram und Co. definitiv etwas damit zu tun haben. Mich betrifft Fomo in der Weise, dass ich mich verrückt mache, nicht "alles" in Neuseeland zu sehen/zu bereisen/zu probieren. Es ist nicht so, als wäre es super prominent zu jedem Zeitpunkt, sondern sitzt eher immer im Hinterkopf und sucht sich die ruhigen Momente aus. Zum Beispiel, wenn ich am Planen bin was mein weiteres Reisen betrifft: Ich durchforste alles, was Pinterest und Instagram zu bieten haben, nach allen möglichen Ideen und Inspirationen halte ich Ausschau. Doch die ganzen "Must-Dos" stressen mich und schränken mich ein. Sie geben mir das Gefühl, nicht "richtig" zu reisen, nicht "effektiv" genug zu sein. Dabei ist das Reisen doch so eine individuelle Sache, die jeder angehen sollte, wie es persönlich passt. Ich zum Bespiel möchte mich hier nicht stressen und bleibe lieber ein paar Nächte länger in einem Ort, um diesen dann "richtig" kennenzulernen. Für andere ist das vielleicht nichts, sie verfolgen einen anderen "Plan", da ist ja nichts schlecht dran. Aber wir müssen aufhören, uns miteinander zu vergleichen, denn das geht schlichtweg mit so vielen unterschiedlichen Interessen etc. einfach nicht. Es gibt niemanden, der alles gesehen hat, irgendetwas lässt man immer aus, ob bewusst oder unbewusst.
Ich selbst muss daran arbeiten, in dieser Hinsicht etwas entspannter und gelassener zu bleiben, aber bin schon auf einem guten Weg. Denn immer wenn ich mich mit anderen Reisenden darüber unterhalte, fühlen diese sich oft ähnlich gestresst.
Wofür auch das Ganze? Du wirst nie an dieses Ziel kommen, alles erlebt zu haben, es ist wie die Unendlichkeit undefinierbar. Es gibt immer mehr, mehr, mehr. 

Du bist genug. 

Es ist deine Reise, auf der du machst, was dir wichtig ist.

10. April 2017

Sommer kann kommen | Auf dem Rad

Aufwachen. Aufstehen. Zum Fenster laufen. Jalousien hoch. Und, was fehlt jetzt noch?

SONNE

Und genauso sah es gestern aus. Das haben meine Familie und ich uns zum Anlass genommen, mal eine richtig schöne Fahrradtour zu machen und die Vitamin D-Speicher aufzufüllen (Einen Tag später kann ich sagen, dass das mehr als gut geklappt hat, ich habe meinen ersten Sonnenbrand des Jahres. Sonnencreme wäre vielleicht doch eine gute Idee gewesen). 🚲


25. Februar 2017

Kreativität, ich warte | Some Sunday thoughts

Ja, mal wieder stecke ich in einem Kreativitätstief fest. Obwohl ich wirklich total die Motivation zum Schreiben habe, fehlen mir einfach die Themen. Manchmal fange ich auch mit dem Schreiben an und merke dann, wie doof oder unausgereift die Idee eigentlich ist.
Das ist auch mit einer der Gründe für die wenigen Posts in den letzten Wochen. Mein Ziel, einen Beitrag die Woche zu posten, ist schon jetzt im Februar gescheitert. Allerdings wusste ich auch schon vorher, dass es eher schwierig für mich wird, diesen Vorsatz durchzuziehen.
Um mich aber endlich mal wieder zurückzumelden schreibe ich jetzt ganz lapidar diesen Post.


10. Februar 2017

Work&Travel | Erste Gedanken

Ich weiß gar nicht genau, wann ich das erste Mal auf dieses Konzept gestoßen bin. Jedoch weckt es immer mehr die Lust in mir, dieser Art des Reisens nachzugehen.


29. Januar 2017

Label

Ja, dieses Problem mit dem Labeln, irgendwie kennt es jeder, ob man will oder nicht.
Dabei liegt das Problem nicht einmal beim Labeln an sich, sondern an den damit verbundenen Stereotypen.

Themen, die besonders zum dramatisiert werden neigen, sind zum Beispiel Veganismus und Minimalismus.
Für beides gibt es keine festgeschriebenen Regeln, jeder kann und darf diese beiden Mottos/Lebensarten/(...) anders interpretieren und ausleben. Sie dienen als eine Art Richtschnur und Intention: Ein Bewusstsein entwickeln.


15. Januar 2017

Ankommen



Angekommen.
Wie komisch, die Tür öffnet sich und kaltes, tristes, regnerisches, deutsches Wetter blickt mir in´s Gesicht. Der erste Frust macht sich breit. Winter.
Der Alltag, die Schule, das Weckerstellen, der Stress, er rückt immer näher und näher, Stunde um Stunde.
Ihm zu entkommen klappt wenn nur vorübergehend, vielleicht für ein paar Minuten, Stunden, Tage oder - wenn man Glück hat - sogar Wochen. Und genau dieses Glück hatte ich.

17. Dezember 2016

Wie ich in das neue Jahr starte



(Nur schon einmal im voraus. Das hier wird ein sehr ungeplanter, etwas intuitiver Blogpost, der ein bisschen von jeder Kategorie (Essen, Lesen,...) mit einbezieht.)

Mit diesem Post verabschiede ich mich von 2016 und gehe motiviert in das nächste Jahr!

Die letzten Jahre habe ich mir eigentlich immer vorgenommen, mir nichts mehr vorzunehmen. Allerdings ist es echt schwerer als erwartet, genau das nicht zu tun. Das Ende eines Jahres regt mich einfach immer dazu an, zu reflektieren und mich zu motivieren.
Natürlich ist das auch eigentlich jeden einzelnen Tag des Jahres möglich, trotzdem hat man irgendwie eine bessere Übersicht und ein besseres Zeitgefühl, wenn man ein ganzes Jahr hinter sich und ein weiteres vor sich hat.


26. November 2016

Wie du ein Sonntagstief überstehst



Bei mir persönlich könnte ich statt EIN Sonntagstief auch direkt DAS Sonntagstief schreiben. Denn bei mir vergeht eigentlich kein Sonntag ohne ein Tief. Weil die Tage jetzt auch noch zusätzlich immer etwas dunkler und kälter sind, wird der Effekt noch mehr verstärkt.
Und ich denke, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Nur was kann man dagegen tun? Ich habe mal ein paar Dinge rausgesucht, die mir oft helfen, mich zu motivieren und die Stimmung im allgemeinen ein bisschen anheben.


13. November 2016

Was magst du an dir?

Ja, genau das frage ich DICH in diesem Post.
Das muss nichts an deinem Aussehen sein, alles ist möglich: Charakter, Fähigkeiten und so weiter und so fort.
Schreib das am Besten auf einen Zettel und häng es dir über deinen Schreibtisch, damit du gar nicht erst nach Motivation suchen musst, sondern sie immer bei dir hast, wenn du versuchst, Ziele zu erreichen.


8. Oktober 2016

Mehr in weniger investieren

Quelle: pexels.com
Ja, genau das sollten wir öfter tun.
Und auch ich habe meine Probleme damit.
Anstatt für nur ein paar Euros einen Haufen Klamotten auf einmal einzukaufen, sollten wir lieber auf Qualität und Fairness setzen.


10. September 2016

Ich möchte etwas bewegen


Vor allem in den letzten Monaten ist mir etwas klar geworden. Ich möchte etwas bewegen, die Welt erreichen und verändern, hoffentlich auch verbessern.
Nur fühlt man sich in einem so kleinen Ort, in dem ich lebe, immer so unfähig irgendwie helfen zu können. Deshalb möchte ich zumindest irgendwie versuchen auf diesem Blog auch wichtigere Dinge anzusprechen, nur wie komme ich auch solche Themen?

Work for a cause, not for applause. Live life to express, not to impress. 

Meine größte Inspiration ist dafür einfach dariadaria.com. Auf ihrem Blog spricht sie wichtige, bewegende Geschichten an und setzt sich für das Leben auf der Welt ein. Durch ihren bewussten Lifestyle setzt sie auf jeden Fall ein Statement und inspiriert andere, es ihr gleich zu tun.

Ich denke, dass die Themen, die ich hoffentlich irgendwann einmal auf diesem Blog ansprechen werde, mir einfach so im Alltag über den Weg laufen werden, denn genau das sind die Aspekte, die jeder kennt und mit denen sich viele identifizieren können.

Ein nur kurzer Post, der aber hoffentlich der Beginn eines vielleicht etwas tiefer gehenden Contents ist. Mal schauen, was die Zeit so mit sich bringt!

22. August 2016

17. Juni 2016

Die fliegende Zeit

Kennt ihr das?

Einen Tag habt ihr euch vorgenommen dies und jenes zu tun und zack! schon wieder ist eine Woche rum und nichts ist geschehen. Das hört sich jetzt vielleicht wie eine billige Ausrede an, aber ich glaube genau das ist mir mit diesem Blog hier passiert.
In letzter Zeit war einfach so viel los, dass ich das Bloggen einfach schlichtweg vergessen oder eher gesagt, verdrängt habe. Es gab einfach so viel Zeugs zu erledigen, dass ich nicht dazu gekommen bin. Und wenn ich mal einen komplett freien Tag hatte, habe ich den eher mit Chillen, Lesen und sowas verbracht.
Diese eine Pause bedeutet aber nicht, dass mir mein Blog nicht mehr gefällt, es war einfach nur eine Phase von Unmotiviertheit, die ich mit diesem Post wieder beenden möchte!

Und was steht in nächster Zeit an, das hier ein bisschen Schwung und Abwechslung reinbringt?



DER SOMMER.

Der Sommer ist einfach die Jahreszeit, zu der ich am meisten motiviert und damit auch glücklich bin. Man kann die Tage viel mehr genießen, vor allem draußen in der Sonne mit einem Eis in der Hand. Das ganze wunderbare Obst ist endlich zumindest teilweise regional und günstig(er) erhältlich. Alles ist luftig, leicht, locker. Natürlich kann man auch die Ferien nicht weglassen, endlich mal Nichts tun, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Trotzdem habe ich vor, viel mit meinen Freunden zu unternehmen, wie zum Beispiel der gemeinsame Urlaub nach Kroatien auf den ich mich schon wahnsinnig freue.

-Quote of the day-

“Overthinking ruins you. Ruins the situation, twists it around, makes you worry and just makes everything much worse than it actually is.” 
- Unknown